CHRONIK

Die Wallersee-Perchten

Gegründet wurden die Wallersee-Perchten im Jahre 1983 von 6 Personen aus einer Splittergruppe der JVP Seekirchen.

Bei der Namensgebung wollte man sich bewusst von den damals gängigen Gummimasken-Vereinen abheben.

Anfangs wurden die Masken aus PU-Schaum angefertigt, welcher auf ein Gestell aus Eisen und Draht aufgesprüht wurde. Als Behörnung dienten hierfür einige Kuhhörner. Die dazu gehörigen Mäntel wurden aus einzelnen Fellen zusammengenäht.

Ab 1987 begann man, die Masken aus Holz zu fertigen. Das Schnitzen der eigenen Masken wird auch heute noch beibehalten. So entsteht durch die zahlreichen individuellen Masken eine große Vielfalt, mit der die Wallersee-Perchten den Krampus- und Perchtenbrauchtum besonders ausleben. Immer noch wird großer Wert darauf gelegt, dass sich jedes Mitglied selbst eine eigene Maske schnitzt, oder es zumindest versucht.

Da die Mitgliederzahl mit den Jahren stieg, entschloss man sich bereits 1988 einen eigenständigen Verein mit festgelegten Statuten zu gründen. Derzeit besteht dieser aus ca. 40 Mitgliedern, wovon 25 aktiv als Krampus, Percht oder Hexenläufer teilnehmen.

Ab dem 15. Lebensjahr kann man dem Verein beitreten, wenn man zuvor ein Jahr als Ordner bei den Krampus- und Perchtenläufen dabei war.

Die Wallersee-Perchten besuchen jedes Jahr am 5. und 6. Dezember mit Nikolaus und Krampus zahlreiche Haushalte. Der dabei entstandene Erlös kommt einer karitativen Einrichtung oder bedürftigen Mitbürgern zu Gute.

Die Aktivitäten des Vereins finden auch außerhalb der vorweihnachtlichen Zeit statt. Über das ganze Jahr verteilt gibt es Unternehmungen und Veranstaltungen, bei denen alle Mitglieder gefordert werden. Das Ziel der Wallersee-Perchten ist unter anderem, die Vereinsaktivität nicht nur auf die Krampus- und Perchtenzeit zu beschränken.

Mfg Russinger Harald
OBMANN